Mit der Zeyt

Klaus Reichold - Kulturhistoriker

Bilder, die die Welt bewegten
 

 

 

Warum bloß steht Botticellis Venus in einer Muschelschale? Weshalb trägt der junge Mann auf dem bekanntesten Gemälde Watteaus im Pariser Louvre ein Clownskostüm? Und was, bitteschön, hat Chagall mit dem Fiedler auf dem Dach zu tun? Wenn Sie sich solche Fragen stellen, ist es Zeit für ein Buch wie dieses. Denn der opulente Bildband, der 80 weltberühmte Werke der Malerei von der Steinzeit bis in die Gegenwart versammelt, erzählt nicht Kunst- sondern Kulturgeschichte. Im Mittelpunkt des Interesses steht der Blick hinter die Kulissen – der Blick auf den Alltag zur Entstehungszeit des Bildes, auf die Lebensumstände des Malers, auf die historische Bedeutung des dargestellten Ereignisses oder Sujets. Die Zitate aus der zeitgenössischen Literatur, aus Briefen, Biographien und Berichten, die von Lust und Leid, Hoffnung und Glaube berichten,  verfolgen vor allem eines: die Historie in Geschichten und Anekdoten schlaglichtartig aufblitzen zu lassen.

 

Aus dem Inhalt

Louvre der Steinzeit: Die ersten Sternstunden der Malerei (Höhlenmalereien von Lascaux)
Und der Stier trug sie nach Kreta: Europa und Minotaurus (Stierspielfresko aus dem Palast von Knossos)
Vom Luxus des Lebens: Das Stundenbuch des Herzogs von Berry (Herman, Jean und Paul Limburg: Les Très Riches Heures)
Adam, wo bist Du?: Michelangelo erschafft den Menschen neu (Michelangelo Buonarotti: Die Erschaffung Adams)
Drei, drei, drei – bei Issos Keilerei: Alexander der Große und die Weltherrschaft  (Albrecht Altdorfer: Die Schlacht bei Issos)
Sturm und Wollust: Von der Wildheit des Malens (Peter Paul Rubens: Raub der Töchter des Leukippos)
Der Staat bin ich: Ludwig XIV. und sein dentales Desaster (Hyacinthe Rigaud: Ludwig IIV. von Frankreich im Krönungsornat)
Feuern Sie die Notraketen ab: Von der Vermessenheit des Menschen (Caspar David Friedrich: Das Eismeer)
Die letzten Blüten: Wien um 1900 (Gustav Klimt: Der Kuß)
Wie mit der Axt behauen: Die Lust am Häßlichen (Pablo Picasso: Les Demoiselles d’Avignon)